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für Grundstückswerte
in der Stadt Köln

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Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Köln informiert über die Entwicklung auf dem Kölner Grundstücksmarkt im Jahr 2020

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Köln hat seinen aktuellen Grundstücks­marktbericht herausgegeben sowie die Bodenrichtwerte für das Stadtgebiet Köln (Stand: 01.01.2021) beschlossen. Der Gutachterausschuss erhält als von der Stadt Köln unabhängiges Sach­verständigengremium sämtliche Kaufverträge über in Köln verkaufte Immobilien, wertet diese aus und trägt mit seinen Veröffentlichungen wesentlich zur Transparenz auf dem Grundstücksmarkt bei.

Die Lage auf dem Kölner Grundstücksmarkt im Jahr 2020 wurde, wie alle anderen Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens auch, stark geprägt durch die Corona-Pandemie. Nachdem am Anfang des Jahres ein Rückgang an Kaufverträgen zu verzeichnen war, wurden Mitte des Jahres wieder die Eingangszahlen des Vorjahresmonats erreicht. Insgesamt wurden im Jahr 2020 fast so viele Kaufverträge wie in 2019 beurkundet.

Bei den Kaufpreisen im Bereich des Wohnens setzte sich der Trend der Vorjahre trotz der Corona-Pandemie ungebremst weiter fort und es wurden zum Teil stark steigende Immobilienpreise registriert.

Der Grundstücksmarktbericht 2021 analysiert den Immobilienmarkt des Jahres 2020 in Köln. In 1.519 Kaufverträgen wurden Ein- und Zweifamilienhäuser sowie in 5.276 Kaufverträgen Wohnungs- und Teileigentum übertragen. Insgesamt lag mit 8.114 Einheiten das Vertragsaufkommen nur knapp unter dem Niveau des Vorjahrs (8.332). Die Summe der insgesamt gezahlten Kaufpreise lag bei rund 5,33 Milliarden € und bedeutet einen Rückgang um 1,17 Milliarden € in 2019, wo einige hochpreisige Handels- und Büroimmobilien den Eigentümer wechselten. Der Geldumsatz im Jahr 2020 ist der zweithöchste jemals erzielte Geldumsatz in der Geschichte.

 

Stark steigende Baulandpreise

Die Preise für Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau (unbebaute Ein- und Zweifamilien-hausbaugrundstücke) stiegen in 2021 gegenüber 2020 im Stadtgebiet um + 20 %. Auffällig ist, dass die Anzahl der verkauften Baugrundstücke im letzten Jahrzehnt stark zurückgegangen ist.

Grundstücke für den Geschosswohnungsbau (unbebaute Mehrfamilienhausbaugrundstücke) wurden für den im gesamten Stadtgebiet um + 15 % teurer.

Die Preiseentwicklung für klassische Gewerbegrundstücke lag bei + 5 % gegenüber dem Vorjahres-niveau, die Grundstückspreisentwicklung für Büronutzung und in den Geschäftslagen stagnierte. Inwieweit die Coronapandemie zukünftig diese Bereiche des Immobilienmarktes nachhaltig beeinflussen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

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